Rezeptionistin – Phoenix Reisen


NameAlina W.
Alter21 Jahre
AusbildungBA Cruise Tourism Management
Position an BordRezeptionistin
Reederei und SchiffPhoenix Reisen - MS Artania

 

Wie hast du den Job an Bord bekommen?

Da ich mich schon immer für einen Job an Bord interessiert habe, habe ich schon vorher in den langen Sommersemesterferien meines Studiums ein Praktikum an der Rezeption an Bord gemacht. Die Erfahrungen aus meinem Praktikum haben mir ermöglicht, dass ich mich dann ganz regulär für einen Job als Rezeptionistin an Bord der Schiffe bewerben konnte.

 

Kannst du deinen typischen Arbeitsalltag beschreiben?

Zum Arbeitsalltag als Rezeptionistin zählt natürlich, alle Fragen der Gäste an Bord zu beantworten und bei Problemen oder Beschwerden immer für sie da zu sein. Am Anfang jeder Reise müssen die Gäste eingecheckt werden. Im Laufe der Reise verwaltet man dann z.B. die Gästekonten, registriert die Zahlungsmittel der Gäste, verwaltet die Kabinenschlüssel und nimmt technische Arbeitsaufträge für die Kabinen entgegen und gibt diese dann an die zuständigen Departments weiter. Die Arbeit an der Rezeption ist aber nie langweilig, da jeder Tag wieder anders ist, immer wieder neue Gästefragen und Probleme auftauchen, die es zu lösen gilt und natürlich passieren auch immer einige lustige Dinge, die den Alltag spannend machen!

 

Was sind die größten Herausforderungen für dich an Bord?

Die Ein- und Ausschiffungstage können schon mal wirklich stressig sein, wenn man den kompletten Tag arbeitet, die alten Gäste verabschiedet und ein paar Stunden später schon die Neuen begrüßt. Am Abend haben dann sehr viele Gäste kleine Zusatzwünsche, Probleme mit dem Safe oder fragen nach, ob nicht doch noch die Kabine upgegraded werden kann. Da kann das Telefon schon einmal permanent klingeln und man muss viele Dinge auf einmal managen. Das kann schon eine Herausforderung sein. Herausforderungen sind natürlich auch immer verärgerte Gäste zu beruhigen und Probleme so zu lösen, dass der Gast wieder mehr als zufrieden ist. Aber da man an Herausforderungen wächst, kann man das irgendwann immer besser.

 

Wie hast du dich an Bord gefühlt und konntest du etwas für dich persönlich mitnehmen?

Insgesamt habe ich mich an Bord sehr wohlgefühlt. Natürlich wird man am Anfang ins „kalte Wasser geworfen“ und muss sich in die ganze Schiffswelt erstmal einfinden. Bei mir ging das ziemlich schnell, man lernt sehr schnell viele neue Leute kennen und dadurch dass man jeden Tag arbeitet, lernt man auch in seinem Job sehr schnell. Persönlich mitnehmen konnte ich, dass ich reifer und selbstständiger geworden bin, Verantwortung für meine Arbeit zu übernehmen und meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und Problemen zu verbessern. An Bord wird man einfach offener.

 

Was war dein schönstes Erlebnis an Bord?

Mein schönstes Erlebnis war, dass ich die Weltreise mitfahren durfte. Ich habe in meiner Freizeit immer versucht an Land zu gehen und Ausflüge zu machen und habe dabei so viele schöne Orte und Ziele kennen lernen dürfen! Spätestens wenn man dann in seiner Mittagspause an einem einsamen Strand unter Palmen sitzt, in der Südsee im türkisblauen Wasser mit Rochen schwimmen geht oder in Dubai schoppen geht, dann ist das ein super Ausgleich für die Arbeit und eine Belohnung, die man nicht mit Geld bezahlen kann.

 

Welcher Hafen oder Ort ist dir besonders in Erinnerung belieben?

Moorea in der Südsee. Dort haben wir auf einer einsamen Insel ein Crew BBQ veranstaltet, konnten in einer Lagune baden gehen und schnorcheln und ein Einheimischer, der aussah wie Bob Marley hat uns seine beiden „Haustiere“ vorgestellt: zwei riesengroße Stachelrochen, die wir sogar streicheln konnten. Einfach super!

 

Kannst du dir vorstellen, wieder an Bord zu arbeiten?

Der Job an Bord hat Spaß gemacht und ich kann es nur jedem empfehlen. Allerdings ist es für mich nur ein temporärer Job und ich kann mir nicht vorstellen, für immer auf einem Kreuzfahrtschiff zu arbeiten. Im Moment kann ich mir mehr vorstellen, mein Leben an Land auszubauen mit allem was dazu gehört. Aber nochmal an Bord zu arbeiten schließe ich natürlich nicht aus.

 

Ohne welchen Gegenstand würdest du an Bord nicht überleben?

Meinen Lebensvorrat an schwarzen Strumpfhosen. Die braucht man nämlich jeden Tag und man glaubt nicht, wie viele man davon in einem Vertrag verbraucht!!!

 

Hast du noch einen Geheimtipp für uns?

Für die Rückreise immer noch ein bisschen Platz im Koffer lassen für Souvenirs. Speziell auf Weltreisen oder Reisen in entfernte Länder gönnt man sich dann ja doch das ein oder andere Souvenir, was dann ja auch mit zurück nach Hause muss 😉

 

Wir bedanken uns bei Alina für ihren Erfahrungsbericht über das Arbeiten und Leben auf einem Kreuzfahrtschiff als Rezeptionistin an Bord von MS Artania, Phoenix Reisen.

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